Unterschriften sammeln für die Privatsphäre

7. September 2013 at 11:17

Ein überparteiliches Komitee sammelt im Thurgau Unterschriften für die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Privatsphäre». Das Komitee bestehend aus Vertretern der Jungen SVP, Jungen EDU und Jungfreisinnigen. Dies schreiben die Vertreter in einer Mitteilung. Der stetige Abbau der Privatsphäre, fehlende Eigenverantwortung und Abhörskandale machen für das Komitee deutlich, dass der Schutz der Privatsphäre – auch der finanziellen – mindestens im Inland gesichert werden muss.

Mit der Verankerung der finanziellen Privatsphäre in der Bundesverfassung solle sichergestellt werden, dass der automatische Informationsaustausch verhindert und das Bankkundengeheimnis gewahrt werde. Das Vertrauen zwischen Volk und Staat mache die Stärke der Schweiz aus, zeigen sich die Jungpolitiker überzeugt.

Mit Standaktionen und Unterschriftensammlungen wollen die Jungparteien der Initiative zum Erfolg verhelfen. Für Oliver Straub, Präsident der Jungen SVP Thurgau, dürfe die Schweiz dem Druck aus dem Ausland nicht nachgeben. Auch für Linda Brunner, Präsidentin der Jungfreisinnigen Thurgau, muss die Privatsphäre vor dem Wissensdrang des Staates entschieden verteidigt werden. «Es darf nicht sein, dass wir künftig einen Arztbesuch, eine Spende oder das Aufsuchen eines Nachtclubs offenlegen oder gar dafür Rechenschaft ablegen müssen.» (red.) [Copyright Thurgauerzeitung]

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