JSVP Thurgau nimmt Stellung gegen E-Voting

3. April 2017 at 20:40

In der heutigen Ausgabe der Thurgauer Zeitung nimmt Oliver Straub, Präsident Junge SVP Thurgau, klar Stellung gegen einen Schnellschuss beim E-Voting:

«Eine Gefahr für die Demokratie», so bezeichnet die Junge SVP das erneute Vorhaben des Kantons Thurgau, ein E-Voting-System einzuführen (siehe Kasten). «Es gibt nichts schlimmeres, als wenn die Bevölkerung das Vertrauen in Abstimmungen verliert», sagt Parteipräsident Oliver Straub. Die Gefahr sei gross, dass die E-Votings-Systeme gehackt, das Stimmgeheimnis verletzt und Resultate manipuliert würden.

Er verweist auf den Fall vor ein paar Jahren, als ein Hacker das Genfer E-Voting-System nachgebaut hatte und dann auf einem Kongress präsentierte, wie es sich manipulieren liess. Elek­tronisch zu wählen und abzustimmen sei intransparent, unsicher, teuer und unnötig, findet Straub. Zudem funktioniere die briefliche Abstimmung in der Schweiz ausgezeichnet. «Wieso sollte man das ändern?», sagt er und fügt mit Blick auf die anderen Jungparteien an: «Gerade junge Leute, die mit dem Internet aufgewachsen sind, sollten die Risiken des E-Votings kennen. Für mich ist unverständlich, wie naiv manche das Thema angehen.»

 

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Original-Artikel: http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/thurgau/kanton/Nicht-alle-Jungparteien-wollen-klicken;art123841,4946157

(c) Thurgauer Zeitung